| vor 981 | In der östlichen Vorburg wird die Burgwardkirche St.Peter gegründet. |
| zw. 925 und 1002 | Die Reichsburg kommt an die Ekkehardinger. |
| 995 | Als Zentrum, des Rochlitzgaues wird die Reichsburg Rochlitz erstmalig in einer Urkunde Kaiser Ottos III. indirekt erwähnt. |
| 1009 | Markgraf Gunzelin von Meißen erobert im Erbfolgestreit der Ekkehardinger die im Besitz seiner Neffen befindliche Burg Rochlitz und brennt diese nieder (erste direkte Erwähnung). |
| 1046 | Aufenthalt des reisenden Königshofes von König Heinrich III. (seit Dezember 1046 Kaiser). Heinrich III. stellt hier 3 Urkunden aus und übereignet die Burg seiner Gemahlin Agnes. Rochlitz wird Zentrum eines größeren Reichsgutskomplexes. |
| 1068 | König Heinrich IV. weilt mit seinem Hof auf der Reichsburg Rochlitz und urkundet hier. |
| 1074 | Kaiser Heinrich IV. schenkt die Burg (castrum Rochelez) dem Bistum Naumburg. |
| 1115 | Erbauung des Wohnturmes I. (ältester Profanbau Sachsens). |
| 1143 | König Konrad III. schenkt Burg und Provinz Rochlitz dem Wettiner, Markgraf Konrad von Meißen. |
| 1156-1210 | Rochlitz wird Herrschaftszentrum der wettinischen Grafen von Groitzsch und Rochlitz. Ausbau des Burgwardes zur Grafschaft. |
| um 1170 | Um- und Neubau des Palastes; Erbauung des Wohnturmes II. |
| 1177 | Graf Dedo gehört zu den zwölf Fürsten, die als Schwurzeugen Friedrich Barabarossas den Frieden von Venedig beschwören. |
| 1210 | Mit dem söhnelosen Tod Konrads II. erlischt die Rochlitzer Linie der Wettiner im Mannesstamm. |
| 1223 | Landgraf Ludwig IV. von Thüringen erobert Burg Rochlitz mit Hilfe eriner "Blide" (= Katapultgeschütz). Reste einer Heißluftheizung sind wohl der nach 1223 erneuerten Kemenate zuzuordnen. |
| 1286-91 | Pfalzgraf Friedrich von Sachsen-Lauchstädt residiert auf Burg Rochlitz. |
| 1288 | Landgraf Albrecht II., der Entartete, von Thüringen ist als Gefangener auf der Burg. |
| 1292 | Friedrich - seit 1291 Markgraf von Meißen - urkundet "Rochlitz in unsere Capellen"; der Standort der Kapelle ist nicht bekannt. |
| 1296-98 | Rochlitz ist Reichsburg unter königlicher Besatzung. Markgraf Friedrich findet Exil in Tirol. |
| 1298 | Durch Überrumpelung der königlichen Besatzung erobern meißnische Truppen unter dem Pfalz- und Markgrafen die Burg. Der königliche Statthalter für die Mark Meißen, Heinrich von Nassau, ein Vetter des Königs, ist Gefangener in der Burg. |
| 1330 | Rochlitz ist Residenz von Markgräfin Mechtildis (Tochter Kaiser Ludwigs von Bayern) |
| um 1370 | Im Register der Markgrafen von Meißen erscheint erstmalig die Bezeichnung "sloß" Rochlitz. Umfangreiche Baumaßnamen unter den gemeinsam regierenden Brüdern Friedrich, Balthasar und Wilhelm (seit 1382 Markgraf Wilhelm allein) finden statt. Es entstehen: beide Türme mit Nord- und Westwehrgang, Fürstenhaus und Querhaus mit Heißluftheizung, Kapelle, die "Große Hofe Küche", Mittel- und Obertor mit der neuen Wegführung sowie die erste Wasserleitung. |
| 1382-1400 | Markgraf Wilhelm der Einäugige von Meißen baut die Burganlage zu seiner Residenz aus. Entstehung des Bauensembles 'Jupen, Fürstenhaus, Querhaus'. |
| 1384 | Die Burg wird Gerichtsort eines überregionalen Landfriedensbündnisses mit monatlich stattfindenden Tagungen. |
| 1403 | Markgraf Wilhelm schließt auf der Burg ein Bündnis, das sich hauptsächlich gegen Böhmen richtet. |
| 1430 | Die Husiten belagen Schloss Rochlitz, können es jedoch nicht einnehmen. |
| 1436 - 1445 | Schloss Rochlitz ist Wettinisches Staatsarchiv. |
| 1435 - 1471 | Schloss Rochlitz dient der standesgemäßen "Verwahrung" des abgesetzten Bischofs Sigismund von Würzburg. |
| 1438 | Schlacht bei Brüx; 50 Hussiten kommen als Gefangene in die "Jupen", u.a. Feldhauptmann Wilhelm von Sternburg. |
| 1446 | Ein politischer Affront in Rochlitz, verursacht durch den herzoglichen Rat Apel von Vitzthum, wird zum unmittelbaren Anlass des sächsischen Bruderkrieges. |
| 1456 | Junker Henning Strobart, kurfürstlicher geheimer Rat, Stadthauptmann von Halle und Magdeburg, stirbt als Staatsgefangener im Verlies der "Finsteren Jupe". |
| 1457 | Der Prinzenhof weilt in Rochlitz; Hofmeister Hugel von Taubenheim ist verantwortlich für die Erziehung der 16 bzw. 14jährigen Prinzen Ernst und Albrecht. |
| 1458 | Kurfürst Friedrich der Sanftmütige verleiht der Stadt Leipzig auf Burg Rochlitz den dritten Jahrmarkt, ein entscheidender Schritt für die Entwicklung Leipzigs zur Messestadt. |
| 1477 | Der Prinzenhof weilt in Rochlitz, die späteren Kurfürsten Friedrich der Weise und Johann der Beständige werden im Alter von 10 bzw. 14 Jahren von zwei Erziehern unterrichtet. |
| 1477-1502 | Schloß Rochlitz dient Herzogin Amalia von Sachsen, Witwe Herzog Ludwigs von Bayern-Landshut (Landshuter Fürstenhochzeit) als Residenz. Eine umfangreiche Bautätigkeit wandelt die Burg zum "festen Schloß". Durch Um- und Neubau entsteht die Schlosskapelle in ihrer heutigen Gestalt und und weitere bauliche Kostbarkeiten. |
| 1507-1510 | Residenz für Herzog Friedrich von Sachsen - Hochmeister des Deutschen Ritterordens. |
| 1511 | Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach wird auf Schloss Rochlitz zum Hochmeister des Deutschen Ritterordens gewählt. |
| 1537-1547 | Residenz für Herzoginwitwe Elisabeth, Schwester Landgraf Philipps des Großmütigen von Hessen führt 1537 trotz Widerstandes die Reformation ein. |
| 1558 | Das Schlossvorwerk (=Wirtschaftshof) wird verpachtet; 1548 standen hier 25 Kühe, 25 Rinder und 30 Schweine. |
| 1574-1576 | Dr.Caspar Peucer, Humanist, kurfürstlicher Leibarzt, Professor der Universität Wittenberg und Schwiegersohn Philipp Melanchthons ist Staatsgefangener auf Schloss Rochlitz. |
| 1587-1591 | Kurfürst Christian I. nutzte das Schloss als Jagdschloss und führt durchgreifende Baumaßnahmen durch, u.a. den Bau einer neu trassierten Wasserleitung. |
| 1591-1602 | Rochlitz ist Residenz der Kurfürstinwitwe Sophie und Sitz der Wittumsregierung. |
| 1602-1611 | Rochlitz und Waldheim sind Nebenresidenzen von Colditz. |
| 1609 | Zur Saujagd stellt das Amt Rochlitz 400 Treiber zu Fuß und 80 Vorspannpferde. |
| 1624 | Schloss Rochlitz wird Jagdschloss unter Kurfürst Johann Georg I.; Für die Hofjagden vermag das Amt bis zu 597 Jagdfröner (= zu Jagdfron verpflichtete Untertanen) und 104 Zeugwagen aufzubieten. |
| 1644/45 | Der Dreißigjährige Krieg nimmt das Schloss und die Stadt sehr mit. Das Schloß wurde mehrmals belagert und 3 mal eingenommen. Einschläge von Stückkugeln sind immer noch am Turm "Finstere Jupe" sichtbar. |
| 1649 | Am 12. April verlässt die schwedische Besatzung das Schloss. |
| 1657 | Zur Erbhuldigung für Kurfürst Johann Georg II müssen die Amtsstädte Betten und Gerät aller Art auf das Schloss leihen, da die im Dreißigjährigen Krieg verloren gegangene Ausstattung noch nicht ersetzt ist. |
| 1664 | Die am Fürstenhaus 1644/45 angerichteten Schäden werden repariert. |
| 1693 | Die Mätresse Kurfürst Johann Georgs IV.; Sibylla von Neidschütz, wird in den Rang einer Reichsfürstin von Rochlitz erhoben. |
| 1707 | König Karl XII. von Schweden ist zwei Mal ungebetener Gast auf Schloss Rochlitz (Nordischer Krieg) |
| 1710 | Das Schloss ist Reisequartier für Königin Christiane Eberhardine von Polen, Kurfürstin von Sachsen. |
| 1717 | Die seit 1645 baulich gesicherte Ruine das Unterschlosses wird abgebrochen. |
| 1784 | Das Schloss befindet sich in trostlosem Zustand; Beginn der Abbrüche und der Vereinfachungen in der Dachzone. Um 1800 erreicht die bauliche Vernachlässigung ihren Höhepunkt. |
| 1852 | Durch weitgehende Umbauten im Fürstenhaus- und Querhaus entstehen neue Diensträume für die Justiz. Im Winkel zwischen Turm und Nordwehrgang wird eine dreigeschossige Untersuchungs-Haftanstalt errichtet (bis 1961 genutzt). |
| 1891 | Der Begründer des Museums Professor Clemens Pfau (Heimatforscher) rettet wichtige Amtsrechungen und Belege vor dem Einstampfen und bewahrt damit der Nachwelt wichtige geschichtliche Zeugnisse. |
| 1892 | Gründung des Museums als 4tes Museum auf einer sächsischen Burg. |
| 1893-1934 | Die verwahrloste Schlosskapelle wird der erste und bis 1934 einzige Ausstellungsraum des Museums. |
| 1935 | Schloss Rochlitz geht von Land Sachsen auf das Deutsche Reich über. |
| 1938 | Durch Spenden wird eine Erschließung der Lichten Jupe als Aussichtsturm ermöglicht. |
| 1945-47 | Schloß Rochlitz ist Sitz des sowjetischen Geheimdienstes NKWD. |
| 1948 | Wiedereröffnung des Museums am 15.Mai. |
| seit 1956 | Hauptamtliche Museumsleitung, seitdem zunehmender Einfluss auf die Bauunterhaltung. Das Schloss und das Museum wird später von der Stadt Rochlitz übernommen und seitdem systematisch erweitert. Die Ausstellungsfläche wächst schrittweise auf 1000m² an. Die Baumaßnahmen erforderten viel Kraft und wurden teils ehrenamtlich durchgeführt |
| 1960/61 | Die Haftanstalt wird stillgelegt. Das Ministerium für Justitz der DDR übergibt Schloss Rochlitz der Stadtverwaltung. |
| 1990 | Als letzte Behörde der regionalen Verwaltung verläßt das Kreisgericht den 1000jährigen Verwaltungssitz Schloss Rochlitz. |
| 1990/91 | Die 1852 erbaute und seit 1961 stillgelegte Haftanstalt wird abgerissen. Wiederherstellung der ursprünglichen Hofsituation und Rekonstruktion von 20 m Wehrgang. |
| 1994 | Schloss Rochlitz wird vom Freistaat Sachsen übernommen und nimmt seine Arbeit als staatlicher Schloßbetrieb auf. |
| 1995 | Sanierung der Westzwingermauer und der Brücke |
| 1995 August | 1000 Jahrfeier von Schloss Rochlitz. Tag der Sachsen in der Region Rochlitz. |
| 1996-1999 | Notsicherung des Fürstenhauses und weitere Umbauarbeiten. |
| 2002 | Sanierung der Dächer der Lichten Jupe und des Südflügels. Rekonstruktion der historischen Türmerwohnung in der Finsteren Jupe. |
| | Quelle: www.schloesser-und-burgen-im-muldental.de |
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