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Schloss Moritzburg


01468 Moritzburg

 

Landkreis Meissen (MEI)

Bundesland Sachsen

 

Deutschland

  GPS: +51° 10' 8.30", +13° 40' 50.84"

Beschreibung:


Inmitten des wildreichen Friedewaldes ließ Herzog Moritz von Sachsen von 1542 bis 1546 auf einer Granitkuppe ein Jagdschloss errichten, welches stets zu den beliebtesten Jagdaufenthalten der saechsischen Kurfuersten und Koenige gehoerte. Die Schlosskapelle aus der zweiten Haelfte des 17. Jahrhunderts mit edler Stuck- und Sandsteindekoration, Deckengemaelden, Altaraufbau und einer Fuerstenloge zaehlt zu den eindrucksvollen Bauten des Fruehbarocks in Sachsen.

 

Kurfuerst Friedrich August I., in Personalunion Koenig von Polen und bekannt unter dem Namen August der Starke, liess das Schloss von 1723 bis 1733 nach Plaenen von Oberlandbaumeister Matthaeus Daniel Poeppelmann unter Einbeziehung der umliegenden Landschaft zu einem repraesentativen Jagd- und Lustschloss umbauen.

 

Der von Wasser umgebene Schlossbau mit vier Rundtuermen ist noch mit barocker Wohnkultur aus der Zeit Augusts des Starken ausgestattet. Zu den Kostbarkeiten gehoeren unter anderem vergoldete Ledertapeten aus dem 17. Jahrhundert. Im Schloss befinden sich Prunkraeume mit Lack- und Prunkmoebeln, Augsburger Silbermoebel, chinesisches, japanisches und Meissner Porzellan sowie Jagdwaffen. Im Stein- saal kann man die Geweihsammlung, im Billardsaal Gemaelde von de Silvestre und in der Eingangshalle eine Sammlung von Galakutschen besichtigen.

 

Die Moritzburger Jagdtrophaeensammlung gehoert zu den bedeutendsten in Europa. Ihre Beruehmtheit erlangte sie vor allem durch den Bestand an aussergewoehnlich starken Rot- hirschtrophaeen im Festsaal, in dem sich auch das weltstaerkste Rothirschgeweih befindet: ein 24-Ender, der fast 20 kg wiegt! Zu den ausnahmslos missgebildeten Geweihen im sogenannten Monstroesensaal zaehlt das populaerste Geweih der europaeischen Jagdgeschichte, der beruehmte Moritzburger 66-Ender. Im Steinsaal mit seinen Rentier- und Elchgeweihen, die zum Teil noch aus dem 16. Jahrhundert stammen und in der Regierungszeit von August dem Starken aus Augustusburg nach Moritzburg kamen, verdient das fossile Geweih eines ausgestorbenen Riesenhirsches besondere Beachtung.

 

Nur einige Gehminuten entfernt am Grossteich liegt das Fasanenschloesschen, das Kurfuerst Friedrich August III, ein Enkel Augusts des Starken, durch seinen Oberkammerherren und Jugendfreund Camillo Graf Marcolini zwischen 1770 und 1776 im chinoisen Stil errichten liess.

(Quellen: schloss-moritzburg.de, wikipedia und andere)

 

Zeittafel:


1542-46
Einrichtung eines fuerstlichen Jagdhauses unter Herzog Moritz von Sachsen
1661-72
Anbau der protestantischen Schlosskapelle an den westlichen Teil des Jagdhauses unter Kurfuerst Johann Georg II. von Sachsen (1613-1680)
1699
Erster katholischer Gottesdienst in der Moritzburger Schlosskapelle, nachdem August der Starke 1697 zum katholischen Glauben konvertierte, um als August II. Koenig von Polen werden zu koennen
1703 Plaene zum Umbau des Jagdhauses auf Betreiben Augusts des Starken
1723-36 Grundlegender Umbau und Vergroesserung des Jagdschlosses unter Leitung Poeppelmanns
1924-45 Wohnschloss der Wettiner
1972 Kulisse für den Maerchenfilm Drei Haselnuesse für Aschenbroedel
1993-
Staatlicher Schlossbetrieb und Museum
2008
Umfassende Restaurierungsarbeiten
  

Abbildungen in den Galerien:


eigene Photos:
   



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Ansichtskarten:
   


  
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Literaturauswahl und Links:


Sobotka/Strauss:
Burgen, Schloesser, Guthaeuser in Sachsen, 1996
Moebius/Hensel:
Moritzburg - Das Jagdschloss und seine Umgebung, 1991
  
Links:
http://www.schloss-moritzburg.de/
 http://www.dreihaselnuessefueraschenbroedel.de/htmls/schloss1.htm 
  
Luftbild:
Schloss Moritzburg
  

www.bernievancastle.de
 
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