| Am Anfang gab es eine Turmburg, deren Fundamente im Bereich des heutigen Mittelfluegels ausgegraben werden konnten. Die Ritter von Bederkesa waren bereits im fruehen 12. Jahrhundert Dienstmannen - Ministeriale - des  Erz- bischofs von Bremen. Als solche zogen sie in den Jahren 1211-1234 auch mit in den Kampf gegen die Stedinger, die Bauern in den Kolonisationsgebieten beiderseits der Niederweser. Am 10.09.1256 mussten die Ritter von Bederkesa eine ver- nichtende Niederlage mit vielen Toten durch die Wurster Bauern hinnehmen, nachdem sie zuvor in die benachbarte Marsch Land Wursten eingefallen und dort uebel gebrandschatzt hatten. Im 14. Jahrhundert vollendete sich der Niedergang durch Ausverkauf von Besitz und Rechten, durch Kriege und Hungersnoete, durch Pest und Absinken in Raubritterei. Noch vor Aussterben des Geschlechtes eignete sich die Stadt Bremen Burg und Herrschaft 1381 zur Haelfte und 1421 ganz an. 1460 wurde der jetzige Suedfluegel aus Stein erbaut. Nach Errichtung des Nordfluegels 1536, wurden beide Gebaeude 1579 durch den Bau des Mittelfluegels miteinander verbunden. 1654 nahm der Feldherr Hans Christoffer von Koenigsmarck die Burg für das schwedische Koenigshaus in Besitz. 1662 verpfaendete die schwedische Koenigin Hedwig Eleonore den Besitz an ihren Feldmarschall, der die Waelle und Bastionen der Burg abtragen liess. Die schwedische Herrschaft im Herzogtum Bremen-Verden endete 1712 mit dem Grossen Nordischen Krieg. 1720 fiel die Burg an das Kurfuerstentum Hannover. In der Folge wurde die Burg vielfach umgebaut, wie zum Beispiel durch den Abriss des halben Nordfluegels 1793 und des Treppenturmes 1749. 1859 wurde das Amt Bederkesa aufgeloest und die Burg verlor ihre jahrhunderlange Funktion als Verwaltungssitz. Die preussische Regierung (das Koenigreich Hannover war 1866 preussische Provinz geworden) verkaufte 1881 die Burg, sie wurde nun als Gastwirtschaft und Ausflugslokal genutzt. Die inzwischen sehr verfallene Burg Bederkesa wurde 1975 vom damaligen Landkreis Wesermuende gekauft. Sie wurde komplett restauriert, dabei wurden auch der im 18. Jahrhundert abgerissene Nordfluegel und der Treppenturm wieder aufgebaut. Im Mittelpunkt der Ausstellung im Museum Burg Bederkesa stehen drei große Forschungsprojekte des Niedersaechsischen Instituts für historische Kuestenforschung (Wilhelmshaven) und der Archaeologischen Denkmalpflege des Landkreises Cuxhaven:
Feddersen Wierde: Ein Dorf des 1. Jh. v. Chr. bis 5. Jh. n. Chr. in der Marsch Fallward: Graeberfelder des 4./5. Jh. n. Chr. in der Marsch bei Wremen Floegeln: Die Entwicklungsgeschichte einer Siedlungskammer auf der Geest seit der Jungsteinzeit |