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Deutschordensburg Marienburg (Zamek w Malborku)


Malbork

 

Wojwodschaft Pomorskie

 

Polen

 GPS: +54° 2' 24.86", +19° 1' 41.34"

Beschreibung:


Ordensburg:

Komturssitz, Grossgebietigersitz, 4-fluegelige Kastellburg ueber rechteckigem Grundriss mit Eckverstaerkungen, Hauptturm und Dansker. Feldsteinfundamente, aufgehendes Mauerwerk Backstein, wendischer und gotischer Verband. Zum grossen Teil erhalten, aber stark erneuert.

 

Prof. Chr. Herrmann: Mittelalterliche Architektur im Preussenland, Petersberg 2007

 

Die Marienburg zaehlt zu den groessten und bekanntesten mittelalterlichen Burgen in Europa. Sie war Hochmeistersitz des Deutschen Ordens und ist heute eine der groessten Touristenattraktionen Polens. Bestehend aus dem Hochschloss, dem Mittelschloss und einer Vorburg erstreckt sich die maechtige Anlage, umgeben von zwei Mauerringen, ueber 600 m entlang der Nogat.

 

Die mittelalterliche Burganlage laesst sich in drei große Baugruppen gliedern: das Vorschloss (auch: Vorburg), das Mittelschloss und das Hochschloss. Dabei waren den Gebaeuden dieser drei Bereiche unterschiedliche Aufgaben zugeordnet und diese sind - entsprechend der verschiedenen Aufgaben - auch architektonisch aeusserst unterschiedlich gestaltet.

 

 
Das Hochschloss stellt den aeltesten Teil der Marienburg dar und ist dem Typ des kastellartigen, quadratischen Konventshauses zuzurechnen. Dabei diente der Vierfluegelbau als Stuetzpunkt und Unterkunft der Ordensritter. Der um 1280 fertiggestellte Nordfluegel des Hochschlosses beherbergte neben der Kapelle und dem Kapitelsaal zunächst auch den Schlafsaal (Dormitorium) der Ritterbrueder.

Bis 1344 wurde die Kapelle unter dem Hochmeister Dietrich von Altenburg zur Sankt Marien-Kirche ausgebaut. An der Außenwand des Chorschlusses befand sich bis 1945 in einer Nische das mit farbigem Glasmosaik ueberzogene, vollplastische Madonnenbild.

 

Das Mittelschloss wurde ab 1309 errichtet und beherbergte wichtige, für die Verwaltung des Ordens und des Landes notwendige Einrichtungen. Im Mittelschloss befand sich auch die Residenz des Hochmeisters mit den Repraesentationsraeumen. Unter Siegfried von Feuchtwangen, der 1309 den Hochmeistersitz von Venedig nach Marienburg verlegte, und Luther von Braunschweig wurde das Mittelschloss ausgebaut. Der bedeutendste Gebaeudeteil des Mittelschlosses ist wohl der Hochmeisterpalast. Der Sommer- und der Winterremter, zwei im Hochmeisterpalast gelegene Saele, wurden für die Repraesentationsbeduerfnisse des Hochmeisters errichtet und gehoeren in ihrer Architektur zu den eindrucksvollsten Innenraeumen des spaeten Mittelalters. Zwischen 1822 und 1828 wurde der Sommerremter nach Entwuerfen Karl Friedrich Schinkels gestaltet. Im etwas kleineren Winterremter sind Reste der mittelalterlichen Wandmalereien (Bildnsse der Hochmeister) des Malers Peter vom Anfang des 15. Jahrhunderts zu finden. Der neben dem Hochmeisterpalast im Mittelschloss gelegene grosse Remter, rund 30 Meter lang, hat leichte Stern- gewoelbe, von drei schlanken roten Granitpfeilern getragen.

 

Die Vorburg war ab 1309 in Ansaetzen vorhanden. In der St. Lorenz-Kapelle, einem bescheidenen Bau mit Flachdecke, an die Aussenmauer der Vorburg gelehnt, fanden die Gottesdienste für die Halbbrueder des Deutschritterordens und fuer die dienenden Schwestern statt. Hochmeister Dietrich von Altenburg ließ das Komturhaus bauen und eine Pfahlbruecke ueber den Fluss schlagen. Eine Verstaerkung der Verteidigungsanlagen wurde unter Heinrich von Plauen in der Mitte des 15. Jahrhunderts (Plauen-Bollwerk) durchgeführt. Es besteht seit dieser Zeit ein kompliziertes Mauer-Graben-Zwinger-System mit teilweise vierfachem Mauerring. Im noerdlichen und oest- lichen Vorfeld wurden durch die Schweden 1656–59 Verteidigungswaelle erbaut.

Text: wikipedia.de - Autorenkollektiv

 

Zeittafel:


1270
als Komturei gegruendet
1279/80 Ende des ersten massiven Ausbaus
1309
Hochmeistersitz
1410
erfolglose Belagerung durch polnische Truppen nach der Schlacht bei Tannenberg/Grunwald
1454 erfolglose Belagerung durch den preussischen Bund
1457 Verkauf der verpfaendeten Burg durch die Ordenssoeldner an den Koenig von Polen
1457-1772
im Besitz Polens
1772
Besitz geht an Preussen
1773
Umbau zur Infanteriekaserne
1945 Schwere Zerstoerungen durch Kriegseinwirkung
1960
planmaessiger und vollstaendiger Wiederaufbau der Burg
  

Abbildungen in den Galerien:


eigene Photos:
   vor Ort

2004

2007

49
11 (in Arbeit)43
50 (in Arbeit)
 
     
Ansichtskarten:
    
   
50 (in Arbeit)

50

   
     
alte Ansichten:
    

 


   
22
    
     
Grundrisse etc.:
    
 
  
 3  
 
     
Panorama    
 

Literaturauswahl und Links:


Herrmann, Christofer: 
Mittelalterliche Architektur im Preussenland, Petersberg 2007 
Herrmann, Christofer: 
Burgen im Ordensland, Wuerzburg 2006
 
Borchert, Friedrich: 
Burgenland Preussen, Muenchen/Wien 1987
 
Borchert, Friedrich: 
Burgen, Staedte, Deutsches Land, Essen 1991
 
Torbus, Tomasz: 
Die Konventsburgen im Deutschordensland Preussen, Muenchen 1998 
 
Jackiewicz-Garniec, M.: 
Zamki państwa krzyżackiego, Olsztyn 2006
 
Turnbull, Stephen: 
Tannenberg 1410 - Disaster for the Teutonic Knights, 2003 
 
   
Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ordensburg_Marienburg  
 http://de.wikipedia.org/wiki/Belagerung_der_Marienburg  
 http://www.zamek.malbork.pl/de/index.html
 
 http://www.preussenweb.de/marien.htm  
   

Sonstiges:


   

Die Flagge des Hochmeisters stilisiert das dem Deutschen Orden verliehene goldene Kreuz von Jerusalem und zeigt in der Mitte das Wappen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.

 
 
   

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Siegfried von Feuchtwangen († 1311) war der 15. Hochmeister des Deutschen Ordens von 1303 bis 1311. Er stammte aus Franken aus demselben Geschlecht wie Konrad von Feuchtwangen.

 

 

 

 

 

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Hermann von Salza (* vor 1170/1180 vermutlich Langensalza (Thüringen); † 20. März 1239 in Salerno) war von 1210 bis 1239 der 4 . Hochmeister des Deutschen Ordens und ein bedeutender Politiker seiner Zeit.

   
 
 
   

Wappen von Marienburg:

 

Das Wappen der Stadt zeigt auf silbernem Hintergrund eine dreitürmige Burg mit dem silbernen Schild des Hochmeisters auf dem erhöhten Mittelturm und mit dem Deutschordensschild im Burgtor.

   

www.bernievancastle.de
 
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