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Burg Mildenstein


04703 Leisnig

 

Landkreis Mittelsachsen (FG)

Altkreis Doebeln (DL)

Bundesland Sachsen

 

Deutschland

  GPS: +51° 9' 49.50", +12° 55' 28.98"

Beschreibung:


Bodendenkmal:

Wehranlage "Mildenstein", Spornlage mit Burg, Vorburg und Abschnittsbefestigung. Ueberbaut durch das spaetmittelalterliche Schloss Mildenstein. Reste des Grabens sind westlich des Eingangs erhalten. Burgward Leisnig 1046 erstmals erwaehnt. Schutz seit 17.11.1936, erneuert 01.11.1958

 

Verzeichnis Bezirk Leipzig 1984: Kreis Doebeln Nr.12

 
Burg:

MBL 4843; Leisnig; Amtshauptmannschaft Doebeln; Eigenname: Schlossberg; Zuordnung Altersstufe 1: vor 1200; Spornburg, ueberbaut, historische Bausubstanz; Ersterwaehnung 1143 als Herrensitz.

 

Billig: Verzeichnis der hoch- und spaetmittelalterlichen Burgen in Sachsen (Leipzig und Dresden 2002)

 
Herrensitz:

MBL 4843, Amtshauptmannschaft Doebeln, Ersterwaehnung 1172 als Herrensitz.

 

Gross: Verzeichnis der Herrschaftlichen Gueter bis zur buergerlichen Agrarreform (Leipzig und Dresden 2004)

 

Die Burg liegt auf einem Sporn oberhalb der Freiberger Mulde. Sie hiess im hohen Mittelalter Burg Leisnig; erst seit dem ausgehenden 14. Jahrhundert wird sie als Burg Mildenstein bezeichnet.

 

Aelteste bauliche Zeugnisse neben der im 3. Viertel des 12. Jahrhunderts und um 1400 umgebauten Kapelle sind der Bergfried im Innenhof (letztes Drittel des 12. Jahrhunderts), der Bergfried in der Vorburg (1. Haelfte 13. Jahrhunderts) sowie weitere bauliche Reste (jetziges Tor spaetes 12./fruehes 13. Jahrhundert). Im ausgehenden 14. Jahrhundert wurde die Burg unter Markgraf Wilhelm I. grundlegend für repraesentative Zwecke – Kornhaus, Herrenhaus und Pagenhaus entstanden – umgebaut, als Residenz aber nie genutzt und verblieb als wettinischer Amtssitz in relativer Bedeutungslosigkeit.

 

1890 begann die museale Nutzung der Burg durch den Leisniger Geschichts- und Altertumsverein. Das Museum der Burg beherbergt den Doebelner Riesenstiefel, der mit einer Hoehe von 3,70 m bis 1996 der groesste Stulpenstiefel der Welt war. Anlaesslich der 950-Jahrfeier der Stadt Leisnig fertigten zwei Leisniger Schuhmacher einen 4,90 m hohen Riesenstiefel, der das bis dahin groesste Exemplar noch uebertraf. (aus wikipedia)

 

Zeittafel:


1046
Erste Erwaehnung eines Burgwards Leisnig (burchwardus Lisnich) als Bestandteil der deutschen Burgwardorganisation, die seit dem 10. Jahrhundert im eroberten Slawenland geschaffen worden war. Als weitgehend gesichert gilt, dass die Burg Leisnig das militaerisch-administrative Zentrum dieses Burgwards war.
1084
Kaiser Heinrich IV. übereignet die Burg Leisnig, dem Grafen Wiprecht v.Groitzsch.
um 1100
Bau der ersten Kapelle.
1147
Herzog Friedrich III. von Schwaben, der spaetere Kaiser Friedrich Barbarossa, erwirbt Leisnig als staufisches Hausgut.
1158
Durch Tausch wird Leisnig Reichsgut, die Burg Sitz eines Reichsburggrafen.
2. H. 12. Jh.
Massiver Ausbau der Burg mit Ringmauer, Toren, Bergfried. Leisnig ist Tafelgut des Roemischen Koenigs.
1329
Die Burggrafen muessen sich unter markgraefliche Lehnshoheit begeben.
1365
Ende der Burggrafschaft, die Markgrafen von Meissen nehmen die Burg vollstaendig in Eigentum und gliedern sie als Amtssitz in die wettinische Aemterorganisation ein.
letztes Viertel 14.Jh. bis 1422
vollstaendiger Umbau der Burg zum wehrhaften Schloss. An romanischer Bausubstanz bleiben Teile der Burgkapelle, der Ringmauer, der beiden Tore und der Bergfried erhalten. Der Name Mildenstein wird gebraeuchlich.
1547
Das Amt Leisnig wird dem Leipziger Kreis zugeteilt, zustaendig fuer die Verwaltung des landesherrlichen Grundbesitzes, die Kontrolle des amtssaessige Adels, die Erfassung der Dienste, die Justiz und zivile Gerichtsbarkeit.
1637/44Im Dreissigjaehrigen Krieg wird das Schloss mehrfach belagert und teilweise verwuestet.
1708
Burg Mildenstein dient als kurfuerstliches Amtsgericht, Strafvollzugsanstalt, beherbergt Wohnungen fuer Beamte.
1791
Teilweiser Abriss des Bergfriedes wegen Baufaelligkeit.
1875
Restaurierung des Bergfriedes durch den Leisniger Geschichts- und Altertumsverein. Der Bergfried wird zum Aussichtsturm ausgebaut.
1890
Einrichtung eines Museums durch den Leisniger Geschichts- und Altertumsvereins im Schloss.
1952
Das Gefaengnis auf der Burg wird aufgeloest und ein Kreismuseum eingerichtet.
1993
Die Burg Mildenstein wird Staatlicher Schlossbetrieb des Freistaates Sachsen.
 (Quelle: Homepage Burg Mildenstein)
  

Abbildungen in der Galerie:


Album
eigene Photos  Grundrisse etc.   Ansichtskarten  alte Ansichten vor Ort
33  1  2  3 

2006

2010

          
          

Literaturauswahl und Links:


Kroitzsch/Quietzsch: Verzeichnis
Billig: Verzeichnis
Gross:Verzeichnis
Billig/Mueller:
Burgen - Zeugen saechsischer Geschichte, 1998
Mueller/Dehn:
Burgenwanderung durch Sachsen, 2006
Poenicke:
Album der Rittergueter und Schloesser im Koenigreiche Sachsen, ca. 1850
  
Homepage:
Burg Mildenstein
  
  

www.bernievancastle.de
 
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